Der Interkulturelle Rat in Deutschland e.V.

Die Herausforderung
Was ist der Interkulturelle Rat?

Ziele des Interkulturellen Rates

Was macht der Interkulturelle Rat?

Aktuelle Arbeitsprojekte (Stand: April 2010)


Die Herausforderung

Die Globalisierung ist ein umfassender Prozess, der neben ökonomischen und ökologischen auch politische und kulturelle Herausforderungen mit sich bringt. Weltweit nehmen Wanderungsbewegungen zu. Die Folge: Ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt prägen die Gesellschaften der Aufnahmeländer von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten.

Politische Entscheidungen müssen deshalb darauf ausgerichtet sein, die Interessen von ethnischen, religiösen und kulturellen Minderheiten ebenso zu berücksichtigen wie Erwartungen und Ängste der Mehrheitsgesellschaft.

Was ist der Interkulturelle Rat?

Im Interkulturellen Rat arbeiten seit seiner Gründung im Jahre 1994 Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität sowie aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Religionsgemeinschaften, Migranten- und Menschenrechtsorganisationen, Kommunen und staatlichen Stellen, Medien, Wissenschaft und Sport zusammen. Einen Abriss der Geschichte des Vereins anlässlich des 10-jährigen Bestehens im Jahre 2004 finden Sie hier.

Ziele des Interkulturellen Rates

  • Austausch über Fragen des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft.
  • Frühzeitige Identifizierung von Herausforderungen und Problemen im Zusammenleben.
  • Entwicklung von Konzepten und Umsetzung modellhafter Maßnahmen zur Verbesserung des Zusammenlebens.
  • Kompetente Beratung von Entscheidungsträgern in der Zivilgesellschaft, in Parlamenten, Regierungen und der Verwaltung.

Was macht der Interkulturelle Rat?

  • Auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene werden Runde Tische, Gesprächsforen oder Gremien angeregt, in denen an der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gearbeitet wird.
  • Modellprojekte werden entwickelt und erprobt.
  • Mit Argumentationshilfen und Broschüren sowie mit Fachtagungen und Konferenzen werden Konflikte im Zusammenleben benannt und versachlicht.

Aktuelle Arbeitsprojekte (Stand: April 2010)

  • Internationale Wochen gegen Rassismus – Organisation und Initiierung von Veranstaltungen anlässlich der UN-Wochen gegen Rassismus und des 21. März, dem Antirassismustag der Vereinten Nationen. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert.
  • Abrahamisches Forum in Deutschland – Dialogforum mit Vertretungen aus Judentum, Christentum, Islam und Bahá´itum. Das Abrahamische Forum entsendet mit finanzieller Förderung durch das Bundesministerium des Innern  sogenannte Abrahamische Teams, die in Schulen und anderen Einrichtungen über Gemeinsamkeiten und Differenzen der abrahamischen Religionen informieren. Das Abrahamische Forum wird gefördert von der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung.
  • Bundesweites Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen – Hilfe, Information und Vermittlung bei interkulturellen Konflikten im Alltag sowie der Abbau von Vorurteilen sind Ziel dieses Projektes. Gefördert von der Groeben-Stiftung und aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert.
  • Dialog vor Ort: Kommunale Islamforen – Aufbau von Gesprächsstrukturen zwischen kommunaler Verwaltung, muslimischen Vereinen und nicht-muslimischen Initiativen vor Ort. Gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms „Vielfalt tut gut“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und unterstützt von der Groeben-Stiftung und der Türkisch-Deutschen-Gesundheitsstiftung.
  • Gemeinsam mit der Groeben-Stiftung und dem Rat der Türkeistämmigen Staatsbürger in Deutschland: Deutsches Islamforum und Islamforen in den Ländern – Gesprächsforen zwischen Muslimen, nicht-muslimischer Zivilgesellschaft und staatlichen Stellen, die auf Bundes- und auf Länderebene stattfinden.
  • Veranstaltungen, Publikationen und Stellungnahmen zu aktuellen interkulturellen Themen.