Jeder Tag und jeder Euro zählt! Wir benötigen kurzfristig mindestens 30.000 Euro, um auch 2012 den Einsatz für ein friedliches Zusammenleben und gegen Rassisten und Rassismus in unserem Land fortzusetzen. Bitte helfen Sie uns dabei!
In den letzten Jahren hat sich ein eindrucksvolles Engagement gegen Rassismus entwickelt. Der Interkulturelle Rat hat nun eine 70-seitige Handreichung veröffentlicht, in der 239 Initiativen der Antirassismus- und Menschenrechtsarbeit vorgestellt werden.
„In Deutschland wird mit Recht viel über rechtsextreme und rassistische Gruppierungen berichtet. Viel zu wenig wird jedoch über den großen Einsatz von Einrichtungen informiert, die sich für die Menschenrechte und gegen Rassismus einsetzen. Unsere Handreichung soll diese Initiativen bekannter machen“, so Jürgen Micksch, Vorsitzender des Interkulturellen Rates.
Alltagsrassismus ist Wegbereiter für tödliche Gewalt. Mörder wie Anders Behring Breivik oder die Angehörigen der sogenannten Zwickauer Zelle morden in der Überzeugung, den Willen einer schweigenden Mehrheit zu erfüllen. „Bei allem berechtigten Erschrecken über das Ausmaß der Gewaltbereitschaft und den Organisationsgrad rechtsextremer Rassisten: Wir dürfen die Augen vor dem alltäglichen Rassismus in unserem Land nicht verschließen“, erklärt der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Jürgen Micksch, anlässlich der Veröffentlichung der Vorbereitungsmateria-lien zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12. bis 25. März 2012.
Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter auch der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, haben eine gemeinsame Erklärung zu den rassisitisch motivierten Morden an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Yunus Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter abgegeben. Sie zeigen sich beschämt darüber, dass der deutsche Staat ihnen keinen Schutz vor diesen terroristischen Verbrechen geboten hat. Die Unterzeichner fordern, die Morde vollständig aufzuklären, die Rolle deutscher Sicherheitsbehörden schonungslos offenzulegen und den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu einer zentralen Aufgabe aller demokratischen Kräfte zu machen.
Gemeinsame Erklärung: Für Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt – gegen rechten Terror in Deutschland
Mit der Rolle salafitischer Prediger und der Muslimbruderschaft hat sich das Deutsche Islamforum bei seiner gestrigen 21. Sitzung in Frankfurt/Main befasst. Experten aus der Wissenschaft, den Sicherheitsdiensten und aus Ägypten berichteten über aktuelle Entwicklungen. Dabei wurde herausgearbeitet, dass es bei den Salafiten ein differenziertes Spektrum gibt, bei dem zwischen unpolitischen, politischen und auch gewaltbereiten Gruppierungen unterschieden werden kann.
Nach Abschluss der sehr erfolgreich verlaufenen Internationalen Wochen gegen Rassismus 2011 haben die Planungen zur Durchführung der kommenden Aktionswochen bereits begonnen. In Vorbereitung der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12.-25. März 2012 führten wir am 27. September 2011 in Leipzig unsere jährliche Vorbereitungstagung durch. Auf der Tagung wurde gemeinsam analysiert, was den Rassismus-Diskurs gegenwärtig bestimmt und welche Themen und Entwicklungen uns für die Aktionswochen 2012 erwarten. Ideen für Veranstaltungen und Kooperationen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2012 wurden erarbeitet und die Tagungsteilnehmenden hatten die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und eigene Anregungen einzubringen.
Ein ausführlicher Tagungsbericht steht hier zum Download bereit.
In der Folge der Anschläge vom 11. September 2001 wurden beim Interkulturellen Rat in Deutschland Abrahamische Teams eingerichtet, in denen interkulturell und interreligiös qualifizierte jüdische, christliche und muslimische Mittler/-innen zusammenarbeiten. Damit soll das Gespräch zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen angeregt und zum Abbau von Unkenntnis und Vorurteilen beigetragen werden. In einer nun veröffentlichten kurzen Handreichung die sich speziell an Schulen richtet, ist beschrieben, wie sich Lehrer/-innen auf eine Veranstaltung mit einem Abrahamischen Team vorbereiten, wie diese durchgeführt und nachbereitet werden sollten.
Der Flyer kann kostenlos bestellt werden und steht hier zum Download bereit.
Am Sonntag, den 11. September 2011, erinnern wir uns an ein Ereignis, das mit menschenverachtender Gewalt die Welt verändert hat.
Das Abrahamische Forum in Deutschland hat angeregt, dass Juden, Christen und Muslime in diesen Tagen gemeinsam in Moscheen, Synagogen und Kirchen gehen und öffentlich machen, dass solche Gewalttaten mit den Grundwerten dieser Religion nicht vereinbar sind. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die durchgeführten Veranstaltungen und Presseberichte sowie Materialien und Kontakte.
Übersicht über Veranstaltungen und Presseberichte
Anlässlich des Gedenktags für die Todesopfer in Abschiebungshaft am 30. August legt der Interkulturelle Rat regelmäßig eine Übersicht über Kleine und Große Anfragen in den Länderparlamenten und im Deutschen Bundestag sowie weitere Materialien vor, die den Vollzug der Abschiebungshaft betreffen. Die aktuelle Übersicht findet sich hier.
„Mit Hochachtung und Sympathie verfolgt das Abrahamische Forum in Deutschland die von der Bevölkerung ausgehenden Revolutionen in arabischen Ländern. Sie können zu einer weltgeschichtlichen Zäsur werden.“ So beginnt eine Erklärung, die von jüdischen, christlichen und muslimischen Persönlichkeiten in Deutschland getragen wird. Sie weisen darauf hin, dass die Menschen in arabischen Ländern in Freiheit und demokratischen Verhältnissen leben wollen.
Faltblatt des Abrahamischen Forums: „Zu den demokratischen Revolutionen in den arabischen Ländern“
Etwa 700.000 muslimische Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren leben in Deutschland. Die meisten von Ihnen sind hier geboren und haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Sie fühlen sich als selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft.
Das Deutsche Islamforum hat sich mit der Situation dieser Kinder und Jugendlichen befasst und in einer Erklärung insbesondere auf Benachteiligungen im Bildungssystem hingewiesen. Die Jugendlichen sind überproportional in Hauptschulklassen vertreten und haben weniger Chancen auf eine Ausbildungsstelle. Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen mit türkischem oder arabischem Namen seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Kopftuchtragende junge Frauen werden unabhängig von ihrer Qualifikation besonders benachteiligt. Eine Debatte über die Zukunft dieser Jugendlichen ist erforderlich und im gesamtgesellschaftlichen Interesse.
Pressemitteilung des Interkulturellen Rates vom 9. Mai 2011: “Muslimische Jugendarbeit fördern”
Faltblatt des Deutschen Islamforums: “Muslimische Jugendarbeit fördern”
Zum internationalen Tag gegen Rassismus wird der Europäische Schattenbericht vom ENAR (Europäisches Network Against Racism – http://www.enar-eu.org) in Brüssel veröffentlicht. Gleichzeitig werden alle 27 nationalen Schattenberichte und damit auch der Schattenbericht zu Rassismus in Deutschland veröffentlicht. Das Netz gegen Rassismus hat deswegen eine Pressemitteilung herausgegeben. Die Deutsche Fassung des Schattenberichts sowie die Pressemitteilung finden Sie nachfolgend:
Deutsche Fassung des ENAR-Schattenberichtes 2009 – 2010
In den Jahren 2008 bis 2010 wurde der Aufbau kommunaler Islamforen im Rahmen des Bundesprogramms “VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Unterstützt wurde das Projekt des Interkulturellen Rates in dieser Zeit auch von der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung und der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung. Nach dem Ende des Projekts hat der Interkulturelle Rat eine umfassende Dokumentation erarbeitet. Darin kommen einige der im Projektzeitraum aufgebauten kommunalen Islamforen mit ihren speziellen Erfahrungen, Dialogstrategien und Schwierigkeiten zu Wort, um die Vielfalt möglicher Arbeitsformen sichtbar zu machen.
Dokumentation zum Projekt “Dialog vor Ort – Kommunale Islamforen”
Auch im Jahr 2010 hat sich der Interkulturelle Rat im Rahmen seiner Projektarbeit, durch die Mitwirkung an Expertisen und politischen Kampagnen sowie durch Gremien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit darum bemüht, das Zusammenleben in der multikulturellen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland weiter zu verbessern. Der ausführliche Bericht für das Jahr 2010 informiert über konkrete Maßnahmen und die Arbeit der Geschäftsstelle in Darmstadt.
Jahresbericht 2010 des Interkulturellen Rates in Deutschland e.V.